Ich entwickelte allerdings im Verlauf des gestrigen Tages einen Reizhusten und wurde deswegen immer mal wieder wach. Es wurde auch recht kalt im Zimmer, was auf eine klare Nacht hindeutete.
Um 05:10 Uhr klingelte der Wecker und nachdem wir wach waren, packten wir die Rucksäcke zusammen, ehe es zum Frühstück ging. Kurz nach 6 Uhr waren wir abmarschbereit - und tatsächlich, der Himmel war komplett klar!
Erst hiess es auf die Randmoräne des Khumbu-Gletschers zu gelangen. Schon bei diesem kurzen Anstieg merkte ich, dass ich heute zu kämpfen habe - ich war sehr kurzatmig, meine Lunge schmerzte, ich musste viel husten. Und das an Tag 13!
So ging es über die Ausläufe des Khumbu-Gletschers rauf und runter, bis wir nach gut einer Stunde die Randmoräne auf der anderen Seite erreichten. Das erste Ziel, der Kongma La-Pass, war bereits in Sichtweite - es trennten uns allerdings noch gut 600 Höhenmeter!
Ausser uns war noch ein weiteres Dreiergespann, bestehend aus Touristin, Guide und Träger, unterwegs, diese liessen wir jedoch trotz meines Hustens bereits auf dem Gletscher weit hinter uns. Langsam aber stetig kämpften wir uns den Weg hoch. Also ich kämpfte, während Harald und Pasang gemütlich hinter mir herpilgerten. Im Gegensatz zu den anderen beiden Pässen wurden wir bereits 200 Höhenmeter unter der Passhöhe mit der Sonne beglückt! Wie froh war ich, da meine Füsse und Hände eiskalt waren! Sowohl Harald als auch Pasang boten mir mehrmals an, Dinge aus meinem Rucksack zu tragen, aber das liess mein Stolz nicht zu 🙈. Dann brauche ich lieber 30 Minuten länger, als dass ich meine Sachen tragen lasse! Pasang rechnete mit 3 - 3.5h, gebraucht haben wir 3h35min. Also eh noch akzeptabel.
Am Pass angekommen, genossen wir die fantastische Aussicht! Vor uns die Ama Dablam, links der Lhotse und mittig der Makalu. Und unter uns der tiefblaue Kongma-See! Die Sonne wärmte und so verbrachten wir sicher eine halbe Stunde am Pass, ehe wir unsere Sachen zusammenpackten und uns an den Abstieg machten. Mittlerweile waren uns einige andere Wanderer entgegengekommen, die von Chukhung aus gestartet sind. Die ersten übrigens, als wir noch mitten im Aufstieg waren. Diese waren aber auch um 02 Uhr in der Früh gestartet, es war ja vorgestern Vollmond - sie gingen im Mondschein! Im Ganzen waren an dem Tag circa 15 - 20 Leute unterwegs. Eine Wohlttat im Vergleich zu der Massenwanderung der vergangenen zwei Tage!
Langsam ging es vom Pass das Tal hinaus - erst noch im Schnee, dann über Blockgelände und schliesslich im Grünen entlang - immer mit Blick auf die Ama Dablam. Gegen Mittag nahm der Wind zu und vom Tal waberten bereits die ersten Nebelschwaden hinauf und umhüllten die Berge. Für uns dauerte es noch ein wenig, bis wir das 4750m hohe Chukhung erreichten. Nach gut 6h45min waren wir am heutigen Ziel, happy, dass wir mal wieder Wetterglück hatten!
Wir bezogen unser Zimmer und bald darauf wurden unsere Mägen gefüllt - ein halber Biber für die ganze Wanderung war schon ziemlich wenig!
Nachmittags war dann chillen und erholen angesagt.
Manu
| Die Spitze des Pumo Ri bekommt Sonne. |
| Pumo Ri. Was für ein schöner Berg. |
| Uns erreicht die Sonne. |
| Die letzten Meter hoch zum Pass sind geprägt von Sonne. |
| Bald oben. Die Aussicht ruft. |
| Hallo Makalu 😃 |
| Manu am Kongma See. Dahinter links der Makalu. Rechts der Baruntse. |
| Die Ama Dablam 🤩 |
| Bald unten. Schlafen auf 4.750m. So tief waren wir schon lange nicht mehr. |
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