Freitag, 11. Oktober 2024

11.10.2024 - Akklimatisierung Sundar Peak

Obwohl wir bereits um 20 Uhr ins Bett sind, war die Nacht weniger erholsam. Ich hatte starke Kopfschmerzen und erst nach Einnahme eines Aspirins wurde es besser und ich konnte ein wenig schlafen. Denn bereits um 05:20 Uhr klingelte der Wecker.

Heute waren wir ausserplanmässig unterwegs - da die Wettervorhersage für den Renjapass für Samstag weniger gut angesagt hatte  und das der Tag gewesen wäre, an dem wir rüberwollten, beschlossen wir, einen Zusatztag in Thame einzulegen. Zusätzlich spielt uns das für die Akklimatisation auch in die Karten, wollten wir heute den 4900m hohen Vorgipfel des 5300m hohen Sunder Peaks besteigen.

Kurz nach 6 Uhr gings auch schon los. Harald hat meine Sachen getragen und so konnte ich ohne Rucksack unterwegs sein. Den ersten Teil des Weges kannten wir bereits vom Vortag, kurz nach dem Kloster zweigte unser Weg aber steil hinauf ab. Direkt bei der Abzweigung sahen wir erneut einen Rostschwanz-Glanzfasan, auch Danphe genannt, den Nationalvogel von Nepal. Unser Pfad schlängelte sich steil hinauf, bis wir auf circa 4300m auf die Schulter des Berges kamen. Weitere 300 Höhenmeter später eröffnete sich uns ein gewaltiger Ausblick auf mehrere 6000er - zum Beispiel dem Tengkangpoche (6487m) oder dem Paniyo Tapa (6650m).

Nach einer Fotopause setzten wir unseren Weg fort  der teils über einen Wanderweg, teils über Blockgelände führte. Die Luft wurde immer dünner, die Schritte langsamer und langsamer, doch nach gut 3h20min erreichten wir den Vorgipfel des Sunder Peaks auf etwas über 4900m. Der Hauptgipfel lag weitere 400 Höhenmeter entfernt und wäre nur durch leichte Gratkraxelei erreichbar gewesen.

Gut 50min genossen wir die Ausblicke auf die umliegenden 6000er, 7000er und den 8201m hohen Cho Oyu und selbst den Everest sahen wir, wenn auch der Gipfel in den Wolken lag.

Auch bei uns zogen langsam die Nebel auf, sodass wir uns auf den Rückweg machten. Auf einer Höhe von 4500m kam uns noch eine 6er-Gruppe entgegen, ansonsten waren wir alleine unterwegs. Auf 4300m zweigte unser Weg ab, sodass wir noch eine Rundtour machen konnten. Je weiter wir runter kamen, desto mehr spürte ich meinen Kopf.

Zurück in der Lodge auf 3800m, musste ich mich zuerst einmal hinlegen, bevor es eine Suppe und ein Kartoffelgericht gab. Beim späteren Rummy wurde es besser mit meinen Kopfschmerzen, was vielleicht auch am Ingwertee auf Schwarzteebasis lag. Das wussten wir zuerst nicht und haben gleich mal einen grossen Pot (3 Liter) bestellt. Beim Trinken kam es uns aber etwas seltsam vor. Da wir nicht jeder 1.5L Schwarztee trinken wollten (so würden wir allerdings wissen, warum wir kommende Nacht nicht schlafen können...🙈), füllten wir unsere Trinkflaschen für morgen damit auf.

Während wir Rummy spielten  gesellte sich noch die Tochter des Hauses zu uns. Wir schätzten sie auf 5 - 6 Jahre, doch sie ist bereits 9 Jahre alt und spricht für das Alter schon gut Englisch. Und rechnen kann sie auch!

Nun wird noch ein wenig gechillt, bevor es zum Abendessen und dann ins Bett geht!

Manu










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