Donnerstag, 24. Oktober 2024

24.10.2024 - Namche Bazar nach Surke

Der Schlaf auf 3.500m war wieder erholsam. So konnten wir am Morgen um 6:30 Uhr gut erholt zum Frühstück gehen. Für mich gab es wie immer ein Oat Porridge, während Manu heute Toast mit Omelette speiste.

Kurz nach 7 Uhr brachen wir schon auf und überholten direkt vor der Lodge gefühlt ganz Indien - wie kann man nur so langsam gehen, bergab, am Morgen, ausgeruht?
So verließen wir also die Höhen und hatten nochmals die letzten Ausblicke auf ein paar 6.000er, wie den Kongde Peak und den Thamserku. Danach waren wir auch schon bald außer Sichtweite von Namche und machten uns an den Abstieg zur Hillary Brücke, welche über den Fluss Koshi führt.

Pasang blieb dort etwas zurück, um Fotos zu machen und wir stapften einfach dem Weg entlang. Schon bald meinte Manu, wir seien falsch gegangen. Wir hatten die Umgehung des Steilstückes genommen, wo man normal nur mit den Yaks und Mulis geht. Naja. Umwege erweitern die Ortskenntnis. Pasang nahm den anderen Weg und dachte anfangs, wir seien so schnell, also eilte er weiter vor. Manu wusste, wo sich die Wege wieder treffen und vermutete, dass er dort warten würde. Fehlanzeige. Also gingen wir weiter zum Checkpoint, an dem man den Nationalpark verlässt. Dort war dann auch Pasang zu finden, der schon auf uns wartete.

Vorbei am Dörfchen Monjo, wo wir am ersten Tag Mittagspause gemacht haben, ging es weiter nach Phakding. Bei einer der Hängebrücken davor mussten wir locker 10 Minuten oder gar mehr warten, bis wir drüber konnten. Laufend kamen Yaks und Mulis von der anderen Seite, die Lebensmittel nach Namche transportierten. Zwei Personen kommen auf den Brücken nebeneinander vorbei, doch ein vollbeladener Muli oder Yak nimmt die ganze Breite ein. Zudem nehmen die Viecher wenig Rücksicht auf Gegenverkehr, also ist Warten die bessere Option.

In Phakding machten wir dann eine Teepause bei der Bäckerei "Hermann Helmers". Einen Schokoladen-Karotten-Kuchen für Manu, einen Apfelkuchen für Pasang und eine Zimtschnecke für mich. Später stapften wir wieder weiter in Richtung Lukla. Immer wieder rauf und runter, an zig Lebensmitteltransporten vorbei, immer gen Süden haltend. Ich war froh, dass ich bei der Pause meine Hosen abgezippt habe und kurz gehen konnte, brannte doch die Sonne ins Tal.

In Cheplung, unserem ersten Ziel für heute, gabs dann Mittagessen. Gemüsereis mit Ei. Nachdem wir noch fit waren und es erst 13 Uhr war, setzten wir den Abstieg fort. Alles, was wir heute schaffen, müssen wir morgen nicht mehr gehen 😋.
So stand Surke als nächstes Ziel fest. Von Cheplung hält man sich irgendwann talwärts. Man folgt also nicht der Autobahn nach Lukla.

Immer tiefer in den Wald bzw. Dschungel absteigend, wurde es laufend wärmer. Kaum vorzustellen, dass wir vor 3 Tagen noch auf 5.546m am Chukhung Ri waren, 3.200m höher als wir heute schlafen 🤣.

Der Weg nach Surke ist die reinste Müllkippe. Müll überall. Und hier muss man vor allem sagen, dass der Müll nicht von den Touristen kommt, sondern von den Einheimischen. Man kann keine 10 Meter gehen, ohne dass Plastik am Boden liegt. Pet-Flaschen, Plastiksackerl, Dosen, Tetra-Packungen, Folien ... all das wird sorglos weggeworfen, wenn es nicht mehr gebraucht wird oder eben leer ist. 😪
Und sie wissen es einfach auch nicht besser bzw. anders. Wie schädlich der Müll ist, bzw. wie lange es dauert, bis eine Pet-Flasche verrottet, wissen sie nicht. Leider 😟.

Gegen 14:30 Uhr kamen wir dann in Surke an, recht geschafft für unsere Verhältnisse. Wir hatten doch über 22km, etwa 600m im Aufstieg und fast 1.800m im Abstieg gemacht. Da dürfen die Schenkel müde sein, vor allem, wenn man mit dem schweren Rucksack geht.

Für morgen stehen nun nochmals einige Kilometer und Höhenmeter an, müssen wir doch zuerst etwa 500m aufsteigen, um dann weiter nach Paiya zu gehen. Von dort weg sollte es eine Straße geben, die mit einem Jeep befahren werden kann. Sollte. Wie weit wir morgen gehen müssen, werden wir noch sehen, hatten die Unwetter vor einigen Wochen doch schwere Schäden an den Straßen hinterlassen.

Harald


Der Kongde Peak



Transportunternehmen in Nepal. 30 Mulis.

Die Landschaft ändert sich.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

17.10.2015 - Sportklettern Restonicatal: Candite e Martin

Nach einer guten und erholsamen Nacht wachten wir am Morgen bei wenigen Grad über Null auf. Kalt wars geworden, war doch die Nacht sternenkl...