Montag, 7. Oktober 2024

07.10.2024 - Manthali über Lukla nach Phakding

Nach einer kurzen und sehr schwülwarmen Nacht mussten wir bereits um 05:00 Uhr aufstehen, um den Flug um 06:00 Uhr zu erwischen. Es gab ein schnelles Frühstück und dann legten wir den Kilometer bis zum Flughafen zu Fuss zurück. Am Flughafen angekommen, wimmelte es nur so von Leuten - wir erfuhren, dass die Flüge vom gestrigen Tag nicht durchgeführt werden konnten und diese Passagiere deswegen Priorität hatten.
Das verstanden wir natürlich, aber es ging richtig chaotisch zu und her. Der am lautesten Rufende und Drängende kam zuerst dran. Zu erwähnen gilt, dass unser Guide Pasang sehr zurückhaltend ist. So warteten und warteten wir, erst noch geduldig, aber als dann die Leute vom 08:00 Uhr Flug heutigen Datums bereits vor uns eingecken konnten, steigerte sich unsere Ungeduld und auch unser Unverständnis zusehends. Zudem wurde es immer wärmer und schwüler, was der Gesamtstimmung auch nicht unbedingt half. Bis unser Guide mal an der Reihe war, dauerte es sicher schon zwei Stunden. Irgendwann stand er dann sogar im Schalter drin, aber vorwärts ging es trotzdem nicht. Anscheinend sei unser Flug storniert worden und dann habe etwas mit den Tickets nicht gepasst - wie auch immer. Nach vier Stunden, die wir teils stehend, teils sitzend in Ahnungslosigkeit und in immer grösser werdenden Hitze verbracht hatten, hatten wir zumindest unseren Boarding Pass in der Hand. Unsere Rucksäcke mussten noch gewogen werden, dann gings durch den "Security Check" in die Abflughalle und dort ging das Warten dann weiter. 

All 15 Minuten startete ein Flugzeug von Tara-Airlines bzw. Summit-Airlines, aber SITA (unsere Airline) ist irgendwie nicht geflogen. Es war schon kurz vor 12 Uhr und das Warten ging weiter. Die Laune wurde immer schlechter und schlechter. 

Schliesslich erfuhren wir, dass ein Pilot nur 5x am Tag Lukla anfliegen darf und diese fünf Flüge waren schon mit den Passagieren vom Vortag erledigt. Also gings nach Flug #5 nach Kathmandu, wo der Pilot gewechselt werden sollte. Nur bekam das Flugzeug dort keine Starterlaubnis, da der "normale" Flugverkehr Vorrang hatte. Als endlich wieder ein Flugzeug von SITA da war, kamen erst alle Passagiere, die nach uns eingecheckt hatten, an die Reihe. Verzweiflung pur. Aber dann, endlich, ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, durften wir um 14:30 Uhr (das heisst nach 8.5h rumsitzen und in die Luft starren) das Flugzeug besteigen. Wir unterhielten uns noch mit Schweizer Geschwistern, die ebenfalls ihren Flug um 07:00 Uhr gehabt hätten und wie wir den ganzen Tag warten mussten. Geteiltes Leid ist halbes Leid 🤣.

Ich sass noch nie in so einer kleinen Maschine und hoffe, nicht so bald wieder in einer sitzen zu müssen 🙈 14 Leute hatten Platz, der Kopf musste beim Einsteigen eingezogen werden. Dann ging der Flug los. Ich zählte die Minuten mit und war froh, als die Landebahn nach 16 Minuten in Sichtweite war. Zuvor flogen wir durch dichte Wolken, was den einen oder andern Rumpler inkludierte. Aber immerhin war die Landebahn frei - fliegen die Piloten hier doch nur auf Sicht. Der Flughafen gilt übrigens als einer der gefährlichsten der Welt. Aber eher der Abflug als die Landung! Puh! 😅

Endlich in Lukla angekommen, gings erst einmal etwas essen. Meine zwei Scheiben Toast vom Frühstück um 05:30 Uhr hielten schon lange nicht mehr an! Unsere Mägen knurrten und wir füllten sie mit einer guten Portion Eierreis! Kurz nach 16 Uhr stiefelten wir dann los - unser Ziel war Phakding. Es waren noch einige andere Trekker unterwegs - laut Pasang sind heute 600 Leute im Park eingetroffen! Am Vortag waren es nur einige wenige weniger. Wir kamen dennoch zügig vorwärts, mussten nur hin und wieder den Lasttieren (wie Mulis oder Yakmischlingen) Platz machen. Kurz vor 18 Uhr setze die Dämmerung ein und ein paar Minuten später war es dunkel. So montierten wir unsere Stirnlampen und weiter gings! Nach gut 2h20min kamen wir im Hotel Beer Garden an, unserer Unterkunft für die Nacht. Wir hatten ein sehr grosszügiges Doppelzimmer inklusive eigenem Bad.

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gings auch schon zum Abendessen. Harald und ich teilten uns eine grosse Kanne Lemon Ginger Honey Tea (der wird wohl oder übel zu meinem Lieblingsgetränk hier werden 🤩) und dazu gabs Dal Bhat. Dann wählten wir bereits unser morgiges Frühstück aus und verabschiedeten uns ins Zimmer und bald darauf ins Bett. Endlich lagen mal mehrere Stunden Schlaf vor uns!

Manu










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