Freitag, 25. Oktober 2024

25.10.2024 - Surke nach Salleri

Die heutige Nacht war für mich sehr erholsam. Auch Harald schlief ziemlich gut. Nichtdestotrotz war meine Nase bereits in der Früh komplett zu. Nach dem Frühstück, das um 06:30 Uhr angesetzt war, packten wir zusammen und gegen 07:15 Uhr schulterten wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke. 

Der Weg führte sogleich ziemlich steil den Hang hinauf, was wir allerdings schon wussten, da wir am Vortag den Weg studiert hatten. Circa 200 Höhenmeter folgten wir dem Wanderweg, ehe wir auf eine "unfinished" Road gelangten, deren Verlauf wir für weitere 300 Höhenmeter folgten. 

Anschliessend war die Strasse fertig, bzw. nicht mehr vorhanden. Einige Arbeiter zerkleinerten Felsbrocken auf dem Weg, über ihnen war der Hang jedoch ungesichert und weitere Felsbrocken schauten so aus, als würden sie in naher Ferne runterfallen. Daneben stand ein Bagger, dessen Öl nicht im sondern um ihn rum in der Erde versickerte 😪.
Wir mussten dann einen steilen und staubigen Abschnitt überwinden, wo Ausrutschen keine Option war. Immerhin hatten wir Wanderschuhe an, nicht wie einige Einheimische nur Crocs oder Flipflops! 

Schliesslich erreichten wir Payia und damit die nächste unfinished Road. An der entlang ging es dann weiter und weiter und weiter. Hin und wieder konnten wir eine Abkürzung nehmen, im Grossen und Ganzen gings aber der Strasse entlang. Hinein ins Tal, hinaus aus dem Tal. Den Hügel hinauf, den Hügel hinunter. Auf einer Anhöhe mit ein paar Häusern machten wir dann Pause, assen Cracker und tranken einen Tee. Eigentlich warteten wir auf einen Jeep, aber der war komplett überfüllt. Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie rücksichtslos die Einheimischen mit der Natur umgehen: Einer der jungen Erwachsenen trank ein Sprite. Zuerst schnippte er den Deckel irgendwohin und als die Flasche leer war, landete sie auf der Strasse. Harald versuchte noch, darauf hinzuweisen, wie schlecht das für die Natur ist, aber sie kennen es nicht anders 😟 Da müsste wirklich mal Aufklärung betrieben werden!

Wir hatten dann keine Lust, eine weitere Stunde auf den nächsten Jeep zu warten, ohne zu wissen, ob wir dort Platz hätten. Also setzten wir unseren Weg zu Fuss fort. 

Gegen 13:20 Uhr war die nächste Pause angesagt - Mittagessen in Bupsa. Die Nudeln waren gut, Harald hat seine Hot Lemon jedoch stehengelassen, da sie anscheinend nach Seifenwasser geschmeckt hat.

Nach dem Essen gings für eine weitere Viertelstunde bergab. Somit hatten wir wieder über 15 Kilometer, 800 Höhenmeter hinauf und 900 Höhenmeter runter gemacht! Dann erreichten wir die Strasse inklusive Jeep! Damit ging die Odyssee erst richtig los! Die Lehmstrasse war teilweise richtig ausgewaschen, Schlaglöcher ohne Ende, Steine, Felsblöcke,... Wir wurden durchgerüttelt und hin- und hergeworfen. Für circa 15 Kilometer brauchten wir 1.5h. Teilweise gings im Schritttempo. Erstaunlich, was dieser Jeep der Marke Mahindra alles leisten kann! 

Dann, um 15:45 Uhr, erreichten wir den Fluss Koshi. Dort gabs einen Jeepwechsel, da die Brücke für die Autos mit der Thameflut zerstört worden war. Die neue wird zwar gebaut, aber ist noch nicht fertig. So schulterten wir unsere Rucksäcke und spazierten über die Hängebrücke, um auf der anderen Seite in den nächsten Jeep zu steigen. Als wir unsere Plätze eingenommen hatten, meinte Pasang: "52 kilometers, around 4 hours" 🙈 

Wie die letzte Fahrt geendet hatte, ging diese weiter. Ausser, dass der Fahrer der Ansicht war, dass eine Hand am Steuer reicht und die andere Hand fürs Handy reserviert war, mit dem er auch recht häufig telefonierte! Immerhin brachte er uns ohne Zwischenfälle in vier Stunden nach Salleri. Ich war extrem geschlaucht, meine Nase war die ganze Fahrt über komplett zu und auch sonst fühlte ich mich ziemlich gerädert. 

Wir checkten im Hotel 'The Himalayan Yak' ein. Eigentlich ein nettes Hotel, nur stimmte mal wieder die Bausubstanz nicht und auch unser Badezimmer war komplett falsch konzipiert. 
Lavabo, direkt daneben Duschkopf, direkt daneben Klo. Also würde man duschen, wäre das komplette Bad unter Wasser. Das ganze Zimmer war feucht, in den Ecken hing der Schimmel und auch die Kopfkissen waren schimmlig. Einmal mehr war ich froh über meinen Schlafsack!

Dafür war das Essen sehr lecker! Harald blieb beim Dhal Bat, ich hingegen entschied mich für Kathi Rolls, ähnlich wie Wraps, die wirklich gut schmeckten.

Gegen 22 Uhr waren wir dann im Bett. Gute Nacht!

Manu

Schon brutal in den Hang geschoben bzw. gesprengt.

Bye bye Weißer Himalaya.


Hier war ausrutschen keine Option.






Uuuups. Was liegt denn da?

Heuen auf 3.000m Nepali Style.

Ob die neue Brücke besser hält?

Ist uns auch noch nicht passiert. Motorräder auf der Hängebrücke.



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