Sonntag, 6. Oktober 2024

05.-06.10.2024 - Anreise Manthali

Unsere Abreise nach Nepal war eher gemütlich, da der Flug erst um 15:40 Uhr am Nachmittag von Zürich startete. Wir reisten um 11 Uhr von Schaan ab und hatten so genügend Puffer.

Der Flug nach Kathmandu ging dieses Mal über Doha mit Qatar Airlines. Das Essen war wirklich sehr gut und man konnte aus drei oder vier Speisen auswählen. Mit ein paar Spielen, ein paar Filmen und dem Essen verging die Zeit recht schnell. Und Manu las fleissig mit dem E-Reader.
Am Flughafen in Doha angekommen, fuhren wir erstmal über den halben Flughafen und mussten erneut durch die Security-Control. Anschliessend gings zum Gate A10. Wir waren aber noch sehr früh dran, weshalb wir uns dann in die Ruhezone begaben, wo ich einen sehr kurzen Powernap machte und Manu aufs Gepäck aufpasste. Nach gut zwei Stunden konnten wir in den Wartebereich von Gate A10 gehen, wo wir nochmals circa 30 Minuten warten mussten, ehe es an Bord ging.

Für diesen Flug konnten wir im Vorfeld nur noch Plätze in der Mitte ergattern, aber das war schlussendlich auch egal, da wir die vier Stunden Flug mehr oder weniger schlafend bzw. dösend verbrachten. Fast pünktlich landeten wir dann in Kathmandu, wo wir wieder mit dem Bus zum Terminal gebracht wurden. Die 300m hätten wir aber zu Fuß schneller hinter uns gebracht.

Dann kam der mühsame Teil mit der Einreise. Zuerst mussten wir das Visum beantragen, dann dafür vorab je 50 USD zahlen und dann noch durch die normale Einreise, wo wir lange warten mussten. Aber nicht so lange wie beim Security Check danach, den wir wieder machen mussten bei der Einreise. Am Weg dorthin wurde Manu dann fast von einem Affen angekackt. Das kleine Vieh hatte es sich hoch über der Rolltreppe gemütlich gemacht und erleichterte sich direkt auf diese.

Nach gefühlt noch einer Stunde standen wir dann beim Securit Check. Alles wurde dicht an dicht aufs Band gelegt und was nicht mehr Platz hatte, wurde übereinander gestapelt. Total sinnfrei die Aktion. Also wer da etwas erkennen kann am Gerät ... naja.

Am Ausgang vom Flughafen wartete dann Pasang auf uns, der uns nach einer Begrüßung zum Jeep brachte, in dem wir dann nicht ganz freiwillig ca. 8h verbringen sollten. Bevor wir nach Manthali starten konnten, gings in die Stadt zum Hotel, wo wir am Ende der Reise verweilen sollen. Dort gaben wir einen Teil unseres Gepäcks ab, welches für Japan bestimmt ist. Während Pasang das Geld wechseln ging, stärkten wir uns etwas und tranken den ersten Nepali Tee. Ingwertee mit Milch.

Um etwa 14 Uhr gings dann los nach Manthali. Da die Straßen in der Region schwer von den Unwettern gezeichnet sind, mussten wir Umwege in Kauf nehmen. Normal gibts einen Highway nach Manthali und man benötigt etwa 3h auf guten Straßen bis dahin. Wir mussten hingegen über Stock und Stein fahren, im wahrsten Sinne des Wortes. Pass rauf, Pass runter, durch Ortschaften, entlang von Murgängen, durch Schlamm und Matsch. Alles jedenfalls, was sich ein Offroadfahrer wünschen kann. Zum Glück lag der Mahindra Scorpio gut auf der Straße und dem Fahrer war sein Auto etwas wert. So schüttelte es uns nicht so arg durch.

Nach etwa der Hälfte - also gefühlt, Distanzen konnten nur geschätzt werden - legten wir eine Pause zur Stärkung ein. Direkt am Sunbesi, einem Fluss, der in China entspringt und der bekannt für sein Rafting sei. Danach ging es weiter, ab jetzt im Dunklen. Die Straßen wurden teilweise schlimmer, oder sie fühlten sich so an, weil man es nicht mehr so genau sehen konnte. Radio gabs auch keinen, aber der Fahrer redete ununterbrochen. Dass er mal 20 Sekunden lang nichts sagte war die Ausnahme.
Um etwa 22 Uhr Ortszeit, nach 8h im Auto, kamen wir dann endlich in Manthali an, wo es beim Hotel noch ein paar Bissen zum Essen gab und dann das Bett - nach ca. 36 Reisezeit. Wir brauchten für die letzten 100km Luftlinie länger, als für die Strecke Zürich - Doha. Was für ein langer Tag.

Harald







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