Montag, 21. Oktober 2024

21.10.2024 - Chukhung Ri (5535m) und Pangboche

Für den heutigen Tag war unser vierter und letzter 5000er Gipfel hier im Himalaya geplant. Die Nacht war für mich durchschnittlich, gefühlt litt ich an einer halben Yakmist-Rauchvergiftung und hustete mir so die Seele aus dem Leib (Harald ebenfalls). Zudem war es ziemlich kalt - was auf eine klare Nacht hinwies, was ja prinzipiell gut ist, aber ich fror trotz 600 Cuin Schlafsack! 🥶

So war ich nicht traurig, als um 06:15 Uhr der Wecker klingelte. Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns die Ama Dablam im Sonnenschein! Also raus aus den Federn und zum Frühstück! Kurz nach sieben Uhr ging unsere letzte Gipfeltour los - gut 800 Höhenmeter galt es zu überwinden. Harald trug wieder den Rucksack, während ich leicht unterwegs war. Frohen Mutes ging ich los, meine Freude wurde aber bald gestoppt, da ich starke Unterleibsschmerzen hatte. So war es mal wieder kein Genuss, sondern ein ziemlicher K(r)ampf! Gefühlt all 100 Meter musste ich eine Pause einlegen, wenn die nächste Schmerzwelle sich ankündigte. Aber schliesslich, nach 2h20min, standen wir am Gipfel des 5535m hohen Chukhung Ri. Die Aussicht war erneut eindrücklich - wir sahen zurück zu den Bergen des Anfangs, sahen nochmals den Kongma La Pass, den Pumori, den Lhotse, den Makalu, den Baruntse, die Ama Dablam und nicht zuletzt den Island Peak, auf welchen die Scharen pilgerten. Lustig noch zu erwähnen, dass in der Lodge, in der wir residierten, einige Peakanwärter waren. Es wurde ihnen erklärt, wie ein Klettergurt angezogen wird, wofür Steigeisen gebraucht werden oder was ein Jümarn (Steigklemme) ist. Von Bergsteigen keine Ahnung, aber auf den Island Peak wollen... 🤷‍♀️

Vom Chukhung Ri könnte man in circa 1.5h weiter auf den 5800m hohen Chukhung Tse wandern. Einen Wanderweg wie auf den Ri gibt es nicht, aber Pfadspuren waren zu erkennen. Für uns heute aber nichts, wollten wir nachmittags noch weiter nach Pangboche. Und in meinem Zustand erst recht nicht! 🙈

So machten wir gut 40 Minuten Pause, ehe wir uns auf den Rückweg machten - nichtmal eine Stunde brauchten wir für den Abstieg!
Zurück in der Lodge packten wir unsere Rucksäcke und nach einer Stärkung liefen wir um 12:30 Uhr los - Ziel: Pangboche. 

Die erste Stunde bis Dingboche war ziemlich friedlich. Dann aber, als wir Dingboche erreichten, kamen wir wieder auf die Autobahn! Dingboche liegt nämlich auf der Route, die zum Everest Base Camp führt. 1.5h trennten uns dann noch von Pangboche, welches auf 4000m liegt. Wow, so tief waren wir seit zehn Tagen nicht mehr!

Wir checkten in der Beyul Lodge ein, wo wir für die heutige Nacht die einzigen Gäste sind. Kaum waren wir im Haus, begann es zu tröpfeln - welch ein Timing! Nach einer Erfrischung (= Katzenwäsche) setzten wir uns in den Essensraum und bestellten Cinnamon Rolls 🤩. Die wurden frisch zubereitet - der Hausherr und seine Familie arbeiten den Sommer über seit einigen Jahren in Innsbruck und wurden dort in die Kunst des Backens eingeführt! Wovon wir nun profitieren konnten! Yummie!

Im Anschluss aktualisierten wir unseren Blog bzw. beantworteten unsere Nachrichten.

Um 18:30 Uhr gabs Abendessen, gefolgt von einer Partie Rummy und dann schon bald ab ins Bett!

Manu















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